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Aus der Welt der Literatur



2006-02-22
Sieh mein kind ich gehe (Stefan George)

(Abschied, Trennung. Von einer Heranwachsenden? Von einem zur Frau erblühenden Mädchen? Schmerzvoller Verzicht oder auch Verlust als die womöglich höchste Form der Liebe?
Entsagung, Abschied und Einsamkeit prägten zeitlebens das Schaffen von Stefan George (1868 – 1933). Das Gedicht entstand vermutlich um 1895; es war die Zeit, als George vergeblich um die Liebe einer jungen Frau warb.)




Sieh mein kind ich gehe.
Denn du darfst nicht kennen
Nicht einmal durch nennen
Menschen müh und wehe.

Mir ist um dich bange.
Sieh mein kind ich gehe
Daß auf Deiner wange
Nicht der duft verwehe.

Würde dich belehren
Müßte dich versehren
Und das macht mir wehe.
Sieh mein kind ich gehe.



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