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05.06.2005 Bojour Tristesse

Kürzlich fragten Journalisten des großen deutschen Nachrichtenmagazins eine schon bekanntere Jungautorin, ob sie der Vorwurf träfe, junge Literaten schrieben nur über gelangweilte Großstädter. Mitnichten, beschied die junge Frau, sie halte den Vorwurf für sich und auch ganz allgemein für unzutreffend, denn Ziellosigkeit „ist ein Phänomen unserer Zeit. Es ist nicht Aufgabe des Autors, die Zeit zu ändern, in der er lebt“.

Doch muß er auch darüber schreiben? Über Langweiliges langweilig schreiben? Schriftstellerische Begabung beginnt dort, wo die eigene Vita und deren Umfeld weitläufig verlassen werden, wo unmittelbares oder mittelbares eigenes Erleben ausgeblendet ist. Und dort stoßen rasch jene an ihre Grenzen, die Romanstoffe zu großen Teilen mit erweiterten Autobiographien verwechseln.



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