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24.01.2009 Die Lust am Bösen.........xte Folge......

Henning Mankell erhält am 2. März 2009 einen originellen Literaturpreis überreicht, zumindest sind die Mitglieder der Jury – verkörpert durch die Stadt Unna und das „Westfälische Literaturbüro“ – davon offensichtlich überzeugt.

Das gute Stück nennt sich „Ripper Award“ und ist Ausfluß des Literaturprojekts (so nennen sie es wirklich) „Mord am Hellweg – Tatort Ruhr“, in dessen Verlauf Kriminalromane um die Gunst des Publikums und – wichtiger noch – der Jury wetteiferten, zum Beginn wohlwollend unterstützt durch das Landespolizeiorchester und einen öffentlichen „Familientag“ im Dortmunder Polizeipräsidium. Doch damit nicht genug der Originalität: Der Preis ist mit 11.111 Euro dotiert. (Beginnt nicht am 11.11. bei den Jecken am Rhein der Karneval?)

Nun muß man wissen, daß der Begriff „Ripper“ in diesem Kontext nicht an „Jack the Ripper“ vorbeikommt, einem legendären Schlächter, Bauch-aufschlitzer und Verstümmeler von Prostituierten, der Ende des 19. Jahrhunderts auf der britischen Insel sein schauriges Unwesen trieb und nie gefaßt wurde. Der Preis trägt also das Synonym schlechthin für bestialisches Abschlachten von Menschen im Titel.

Was ist das, was Verantwortliche unter dem Banner der Literatur zu solchem Tun treibt? Mangel an Empathie? Außer Rand und Band geratenes Bemühen um Aufmerksamkeit? Oder einfach nur die Dekadenz einer aus den Fugen geratenden Gesellschaft?



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