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Buch des Monats


Hier stellen wir Ihnen "Das Buch des Monats" vor. Die Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, sie orientiert sich auch nicht an den gängigen Publikationen über die aktuelle literarische Szene, sondern spiegelt einzig und allein die subjektive Meinung und das Literaturverständnis der Redaktion wider.

Wir werden uns zwar immer alle erdenkliche Mühe bei unserer Auswahl geben. Gleichwohl können wir nicht ausschließen, daß unser ausgesuchtes Buch des Monats nicht immer ungeteilten Beifall findet. Doch dieses Risiko wollen wir in Kauf nehmen.




Das Buch des Monats Januar 2009
Titel: Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau
Autor(en): Stefan Zweig
Verlag: Fischer
ISBN-Nr.: 3-10097-092-6

Stefan Zweig (1881 – 1942) schrieb diese Novelle 1934. Mit seinen Novellen erlangte er Weltruhm; als Romancier trat er weniger in Erscheinung. Zweig war gebürtiger Österreicher, Jude, emigrierte 1934 in Weitsicht des Kommenden nach England, zog von dort nach kurzer Zwischenstation in New York 1941 nach Brasilien, wo er 1942 gemeinsam mit seiner zweiten Frau den Freitod wählte.
Im nationalsozialistischen Deutschland landeten seine Bücher auf den monströsen Scheiterhaufen unerwünschter, verbotener Literatur.

Zweig, dessen Werke sämtlich von Tragik und Schicksal durchzogen sind, schildert in der Novelle jene vierundzwanzig Stunden, in der das Leben einer gereiften Frau aus besseren Kreisen eine dramatische Wendung erfährt, nachdem sie der Zufall an einem Roulette-Spieltisch mit einem jugendlichen Mann zusammenbringt. Mit ihm, der von Spielsucht besessen ist, verbringt sie eine Nacht in einem schäbigen Hotel, einer Absteige, durchlebt sexuelles Verlangen und Erfüllung, die sie nicht anstrebte, nicht wollte. Sie wollte anderes, ihn vor seinem angekündigten Suizid bewahren, ihn von den verhängnisvollen Spieltischen fortziehen.

Eine grandiose Novelle, in dichter Form und gewählter Sprache geschrieben. Auch wenn manche Rezensenten in ihr eine stark erotisch geprägte Linie Zweigs erkennen wollen, so darf nicht übersehen werden, daß Zweigs Sprache eine kultivierte bleibt, die mit Andeutungen, mit Umschreibungen arbeitet, darüber hinaus keineswegs erotische Obsessionen den Text dominieren.


Hinweis:
Vorherige "Bücher des Monats" können Sie weiterhin in unserem Archiv einsehen.




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