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Buch des Monats


Hier stellen wir Ihnen "Das Buch des Monats" vor. Die Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, sie orientiert sich auch nicht an den gängigen Publikationen über die aktuelle literarische Szene, sondern spiegelt einzig und allein die subjektive Meinung und das Literaturverständnis der Redaktion wider.

Wir werden uns zwar immer alle erdenkliche Mühe bei unserer Auswahl geben. Gleichwohl können wir nicht ausschließen, daß unser ausgesuchtes Buch des Monats nicht immer ungeteilten Beifall findet. Doch dieses Risiko wollen wir in Kauf nehmen.




Das Buch des Monats September 2004
Titel: Leben der kleinen Toten
Autor(en): Pierre Michon
Verlag: Suhrkamp Verlag, Frankfurt
ISBN-Nr.: 3-518-41612-X
Vor zwanzig Jahren schrieb der heute knapp sechzigjährige französische Autor diesen Roman als Erstlingswerk, für den er 1984 in seinem Heimatland mit dem "Prix France Culture" ausgezeichnet wurde. Im Frühjahr 2004 gab Suhrkamp eine deutschsprachige Neuübersetzung des Werks heraus.
Michon erweckt die namenlosen, unbekannten, eben jene "kleinen Toten" erneut zum Leben, indem er ihre - bei näherer Betrachtung - ungewöhnliche Existenz nacherzählt. Der Leser spürt, daß sich wohl gleichartige Lebensabläufe unzählige Male bereits ereigneten, so oder so ähnlich zumindest, und sich gewiß wiederholen werden. Auch weiß er, daß die wahrhaftigen Geschichten der Menschen, für sich genommen, doch immer nur einzigartig sein können.
Michon fordert die ungeteilte Aufmerksamkeit des Lesers; seine Ausdrucksweise ist präzise, auch bisweilen hart dort, wo es die Handlung gebietet, doch voller Sprachästhetik und Poesie an anderen Stellen.

Hinweis:
Vorherige "Bücher des Monats" können Sie weiterhin in unserem Archiv einsehen.




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