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M.M.



- Moderator schrieb am 28.09.2006: -

Nun steht der Teilnehmerkreis für die nächste Fortsetzungsgeschichte im "Literarischen Café" fest. Es geht alphabetisch los.

Alexander
LunAe
Mijack
paraventus
Sternenhof
Ulla Bach
Wolf
Stefanie (siehe Nachsatz vom 09.10.)

Nachsatz am 09.10.06:
Stefanie hat sich noch nachträglich zum Mitschreiben angemeldet; sie wird hinter "Wolf" ins Rennen gehen.

Nikki kommt vielleicht später noch hinzu.


Hier noch einmal die wenigen Regularien für das gemeinsame Schreiben:

Umfang: ca. 3 DIN-A 4 - Seiten (es können /dürfen mehr oder weniger sein)

"Arbeitszeit": ca. 5 Tage (es darf auch kürzer sein)


Es erwies sich als zweckmäßig, den Text offline als Word-Datei vorzuschreiben und dann ins "Literarische Cafè" hineinzukopieren. Bitte schreiben Sie ohne Trennungsstriche, da diese ansonsten oft zusammenhanglos mitten im Text erscheinen.

Das Paßwort für die "Autoren-Werkstatt" wird Ihnen mit separater Mail mitgeteilt.

Man loggt sich mit dem normalen Paßwort im "Literarischen Café" ein, wechselt dann auf die Seite "Autoren-Werkstatt" und gibt dort das obige Paßwort ein.

Bitte die Reihenfolge einhalten; es kann jeweils nur eine Autorin / ein Autor in der "Autoren-Werkstatt" schreiben, sonst kommt es zu gegenseitigen Blockaden.

Und nun viel Freude und Entspannung beim gemeinsamen Schreiben.








- Moderator schrieb am 30.09.2006: -

Als Titelwunsch ergab sich auf nicht mehr aufklärbarer Weise die Bezeichnung "M.M.".
Das klingt sehr geheimnisvoll, und nun warten wir gespannt, was die Autoren daraus machen. Die Erfahrung lehrt, daß es anschließend immer anders weitergeht, als es sich die jeweils Schreibenden ausdenken und ausmalen. Und zwar weitergeht in wundersamen, phantastischen Variationen und Ausschmückungen. Es ist immer wieder erstaunlich, was die Phantasie der nachfolgenden Autoren hervorbringt, und man liest es voller Spannung und Erwartung.

"storysite" hat aus persönlichen Gründen ihre Teilnahmemeldung zurückgezogen, sie wurde inzwischen aus der Autorenliste genommen. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal.






- LunAe schrieb am 11.10.2006: -

„Aber das war …“ fiel da der Angeklagte M.M. ein, konnte seinen Satz jedoch nicht beenden, da Drago aufsprang und eine Schimpftirade begann, wie sie lange niemand mehr in dem Gerichtssaal gehört hatte. Er schrie etwas von kleinen, schmutzigen Spielchen, von zu viel Alkohol, von den Anderen, er schrie und fluchte und hob dabei immer wieder die Hände zur Decke; fast ein wenig bittend, schien es. Plötzlich passierte etwas mit dem Opfer. Er begann sich wie von Sinnen zu schütteln, kratzte mit den Fingern über die Unterarme und riss sich mit einem Ruck das Hemd auf, so dass jeder die Narben auf seiner Brust und in der Leistengegend sehen konnte. Ein Raunen ging durch den Gerichtssaal, einige der Anwesenden standen auf, teils fassungslos ob dieses Ausbruchs, teils neugierig, was als nächstes passieren würde.

Der Richter rief Drago erneut zur Ruhe und bat ihn sich zu setzen, zu ordnen, man wolle endlich mit der Befragung beginnen.

„Wann genau und wie haben Sie den Angeklagten kennen gelernt?“
„Das war vor etwa drei Monaten, “ antwortete Drago „vor drei Monaten oder vier, im ‚Sol y Sombre’; ein Freund hatte mich mitgenommen. Ich weiß nicht, mir ging es nicht so gut, ich war gestresst, im Job lief alles drunter und drüber und meine Freundin hatte mich ein paar Tage zuvor wegen eines anderen Typen verlassen. Für einen BMW, einen 5er, hat sie noch gesagt, als sie die Tür …“.

Er verstummte, stürzte das weiche Gesicht in seine zarten Hände, die eher denen einer Frau ähnelten und wirkte plötzlich nicht mehr aufgebracht wie noch vor ein paar Minuten; er glich viel eher einem Schuljungen wie er sich so durch die blonden Haare fuhr. Nein, schön war er nicht zu nennen, nicht einmal attraktiv, wohl eher ätherisch mit seinem feinen Knochenbau, den zarten Händen, dem bartlosen Gesicht; nichts erinnerte mehr an seinen Ausbruch und als er mit seinen Augen nach den Anwesenden im Gerichtssaal suchte, so war es fast unmöglich, nicht mit ihm zu leiden.

„Herr Drago“, räusperte sich der Richter „wenn Sie bitte weiter ausführen würden, wie der Angeklagte und Sie sich kennen gelernt haben.“
„Verzeihen Sie. Im ‚Sol y Sombre’ war es, eher so im Vorbei gehen; später hat er gesagt, dass er mich eine ganze Weile beobachtet hat. Ich saß an einem Tisch auf der Empore, konnte das Geschehen auf der Tanzfläche betrachten, die Menschen, wie sie sich miteinander unterhielten.“
„Wo war Ihr Bekannter zu dem Zeitpunkt?“
„Er war noch einmal zur Bar gegangen um uns ein paar Drinks zu holen. Das Bier schmeckte nicht so, mir war nach Harten und ihm wohl auch. Ich habe mich zurück gelehnt, die Augen geschlossen, wollte einfach an nichts mehr denken, nicht mehr sehen; die Menschen um mich haben mich genervt, wie sie von ihren Problemen erzählt haben, wie die mit dem und ob der da hinten in der Ecke… Als ich die Augen öffnete, war es anders. Nein, natürlich war es immer noch so, aber es war anders, mir war als müsste ich mich umdrehen, rechts über die Schulter, und da stand M.M. und sah mich einfach nur an. Sein Lächeln war so berückend und ohne, dass ich es hätte benennen könnte, habe ich mich von ihm verstanden gefühlt.
Ich weiß nicht, ob wir miteinander ins Gespräch kamen, aber er setzte sich zu mir und wir betrachteten gemeinsam die Menschen und nachdem mein Bekannter an den Tisch zurück kehrte, werden wir wohl auch geredet haben. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, kann ich mich an nichts erinnern, an nichts Großartiges, wir haben uns ja auch nicht unterhalten, nur so nebeneinander gesessen. Irgendwann ist mein Bekannter dann gegangen; M. und ich blieben noch ein paar Stunden, tranken ein paar Wodkas und Bier, betrachteten die Frauen. Gegen Morgen habe ich ihm kurz zugenickt und bin gegangen. Von da war ich regelmäßig im Club; meist war auch M. da.
Nach etwa zwei Monaten wurde es anders. Ich kann Ihnen nicht einmal sagen wie, aber plötzlich war es anders, fast als würde es langweilig. Jeder Abend, den ich im Club verbrachte, an dem ich neben M. saß, war wie der andere, und dann fragte er mich plötzlich ‚Hast du Lust, etwas Anderes zu sehen?’ und wissen Sie, ich sagte ‚Ja’. Was sollte ich auch anderes sagen, mir war ja langweilig. Also standen wir auf und gingen, liefen durch die Straßen, ich weiß nicht wie lang. Irgendwann standen wir vor einer Villa; M. ging so zielstrebig hinein und ich folgte ihm, mein Gott, ich hatte doch keine Ahnung…“

Drago brach ab, schüttelte den Kopf und sah plötzlich voller Hass zum Angeklagten hin, dann fuhr er fort:

„Wir gaben unsere Jacken beim Hauspersonal ab, er lief voran und ich folgte ihm durch das Gewirr von Räumen; die Menschen und das Geschrei dazwischen habe ich vergessen, es war so viel. Ich erinnere mich, dass wir uns irgendwann in einem Raum fanden, unter Menschen, die uns mit einem Nicken grüßten und wir nickten zurück, nahmen uns etwas zu trinken und …wissen Sie, es war, als warteten wir, und den Anderen um uns herum schien es ähnlich zu ergehen. Ich weiß nicht, wie lang wir so zwischen ihnen standen, vielleicht eine Stunde oder zwei. Dann, ohne dass ich etwas sah oder hörte, änderte sich die Stimmung, wir wurden unruhig und als ich mich nach dem Grund fragte, als ich den Kopf hob und suchte, sah ich wie sich die Anderen aus der Mitte des Raumes zurück zogen, dicht an dicht rückten und schwiegen. Sie schwiegen einfach und ich hob den Kopf, blickte mit ihnen in die Mitte und sah, dass man einen Tisch aufgestellt hatte. Einen von den großen, von diesen alten hölzernen, und auf ihm lag ein Mann; die Hand- und Fußgelenke hatte man ihm fest gebunden und neben ihm stand ein Zweiter mit einem Messer, mit welchem er ihm, fast schien es, zärtlich über die Brust strich. Ich war wie erstarrt; zwar wollte ich am liebsten schreien, man solle die Polizei rufen und doch erregte es mich wie ich die Beiden sah. Ich denke, man muss mir meine Zerrissenheit angesehen haben und dass die Neugier überwog, denn ich spürte M.s Atem in meinem Nacken …“

Im Gerichtssaal war es still, alle Augen waren auf den Angeklagten gerichtet, der vor sich hin lächelte.

„Herr Drago, was passierte als Nächstes?“







- paraventus schrieb am 24.10.2006: -

Freitagnachmittag. Da waren viele Menschen unterwegs. Hastig, dem Wochenende zueilend. Es war kein weiter Weg bis zur Redaktion und den Weg zum Archiv kannte sie ja auch bestens; dieses Archiv lag im hinteren Teil des Gebäudes, mit einem direkten Zugang, den aber nur Eingeweihte kannten. Um niemanden im Eingangsbereich zu treffen und wenn möglich noch kostbare Zeit zu verlieren, ging Ulrike direkt über den Hinterhof.

Laut fiel die metallene Sicherheitstüre hinter ihr ins Schloss. Es war ruhig, George sass an seinem Arbeitsplatz, schaute zuerst nur kur von seinem Bildschirm auf, doch als er Ulrike erkannte, sprang er mit erhelltem Gesicht auf: „So eine Überraschung! Gut siehst Du aus! Aber Du bist gestresst?“ Kurz erklärte Ulrike vom Gerichtstermin, und fügte hinzu: „Der Angeklagte, dieser M.M. war schon mal in der Zeitung! Da bin ich sicher. Als er mich vorhin so direkt anschaute, da ging bei mir eine Alarmglocke: Sein Bild habe ich vor einigen Jahren in unserer Zeitung gesehen. Nur, ich weiss nicht mehr wann, nur dass es – wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht – auch mit einer juristischen Geschichte war, ich meine sogar zu glauben einem ungeklärten Mordfall…“

„Und hast Du sonst noch Einzelheiten?“ „Ach ja, M.M. heisst Michael Mayer.“ „Das ist doch schon was! Mal sehen, was sich damit machen lässt. Komm mal mit.“

George setzte sich an seinen Computer – der Meister der Mikrofilme war ja seit Monaten nebenbei damit beschäftigt das gesamte Zeitungsarchiv zu digitalisieren. „M i c h a e l M a y e r - mal schauen, was das ergibt. Da haben wir ja schon was. Schau!“ Der Name erscheint, und dazu eine kurze Meldung, vom 13. November 1999:

Michael.M. und Antje D. – keine Beweise!
Im Mordfall Antje D. musste die Kriminalpolizei zugeben, dass es keine Beweise gibt, die in irgend einer Form Michal M. belasten könnten. M.M. ist am heutigen Vormittag vom Staatsanwalt wieder in die Freiheit entlassen worden.
Dazu ein kleines, aber deutliches Foto von M.M. beim Verlassen des Polizeipräsidiums.

„Ich erkenne ihn wieder auf dem Foto! Aber er ist deutlich älter geworden,“ meint Ulrike und fragte gleich weiter, „ist das alles?“ „“Lass mich noch weiter suchen.“
Aber irgendwie gibt es keine Hinweise mehr. Als wären alle Spuren dieser Kriminalgeschichte aus dem Zeitungsarchiv gelöscht worden.

George versuchte es mit all seinen Tricks, doch im digitalisierten Zeitungsarchiv nur diese eine kleine Notiz. „Es ist, als ob da irgend jemand Spuren aus meinem Archv ausgelöscht hat!“ grummelte empört George. „Da wird ich wohl mal in den Zeitungen blättern müssen. Doch, meine liebe Ulrike, ich bin gleich zum Sauerbraten eingeladen, und da darf ich nicht zu spät kommen. Aber ich verspreche Dir, morgen Vormittag hierher zu kommen und meine Nachforschungen zu machen.“

Ulrike war schon etwas enttäuscht, doch Samstag war ja schon in wenigen Stunden. Und sie war wohl ja die Einzige, die nun diese Spur hatte, M.M. wiedererkannte… „Also gut, George, ganz vielen Dank! Ich werde morgen gegen 11 Uhr mal hereinschauen, wenn ich darf…“ „Das ist gut so, und ich bin sicher, dass ich bis dahin alles herausgefunden haben werde, was in unserer Zeitung über M.M. jemals geschrieben worden ist. Werde Dir auch alles fein säuberlich herauskopieren.“

Ganz zufrieden gab Ulrike George einen Kuss auf die hohe Stirn: „Ich werde mich demnächst um den Marmorkuchen kümmern. Nun geh ich aber gleich wieder hier raus, denn sonst muss ich noch von meinen Kollgen zum Freitäglichen Frühschoppen - und dazu habe ich nun mal wirklich keine Lust!“ „Gutes Mädchen! Also mach Dir eine schönen Abend, und morgen schreibst Du eine tolle Geschichte!“

Ulrike trat aus der Stahltür, die hinter ihr mit einem lauten metallischen knacken zuschnappte. Sie blib kurz stehen und überlegte, was sie denn nun gleich machen sollte. Kurzentschlossen griff sie in ihre abgewetzte schwarze Ledertasche - suchte nach ihrem Handy. Endlich hatte sie es und zog es aus der Tasche. Da packte ein fremder Mann nach ihrem Handgelenk, uns sagte flüsterte fast tonlos ganz eindringlich: „Sei still! Kein Wort! Kein Schrei! Du tust jetzt was ich dir sage! Alles klar?“ Ulrike stand wie versteinert da. Sie wollte ihre Hand befreien, doch der Fremde drückte einfach fester zu; Ulrike schrie leicht auf. „Sei still habe ich gesagt!“ flüsterte der Mann wieder. „Sonst geht’s Dir schlecht! Ist das jetzt klar? Ich will dir nicht weh tun, wenn ich nicht muss, aber ich kann es sehr leicht!“ Gleichzeitig drückte er noch fester zu, so dass Ulrike das Handy fallen liess.

„Du kommst jetzt mit. Wir wollen nur mit dir kurz reden, dann kannst du Feierabend machen. OK?“ Wortlos nickte Ulrike. Der Mann zog sie am Handgelenk neben sich her. Gleich hinter der Einfahrt zum Hinterhof stand eine dunkle Familienlimousine. Die Schiebetür gleitete fast lautlos auf, der Mann schob Ulrike rein und sagte: „Steig ein.“ Gleichzeitig wurde sie von einem weiteren Mann der im Wagen sass herein gezogen. Die beiden Männer klemmten Ulrike zwischen sich ein. Mit einem Ruck fiel die Schiebetür ins Schloss und das Auto fuhr mit quietschenden Reifen
los.






- Ulla Bach schrieb am 11.11.2006: -

Robert war der erste, der es bemerkte, dass Ulrike einfach weg blieb. Sie kam nicht nach Hause, und er wartete fast die halbe Nacht auf sie – im Treppenhaus. Doch bei aller Liebe, sein Zorn wuchs Stunde um Stunde. Er glaubte schon lange nicht mehr an ihren Berufstress, sondern er nahm an – besonders jetzt in seiner Situation - , sie läge wohl in einem warmen Bett, zerwühlt von einem hingebungsvollen Sexabenteuer mit einem anderen Mann. Er hielt es nicht mehr aus und ging. Ging aus ihrem Leben, er wollte nichts mehr von ihr wissen. Auf den Gedanken, dass ihr etwas zugestoßen sein konnte, kam er nicht. So sehr war sein Vertrauen zu ihr zerstört. Er wollte nichts mehr von ihr wissen, aus und vorbei. Er hinterließ auch keine Nachricht.

George schaute beunruhigt auf seine Armbanduhr. Ulrike war bereits eine Stunde überfällig. Das war sonst nicht ihre Art. Und wenn sie sich mal verspätet hatte, gab sie immer Nachricht. Doch George wurde alsbald von seinen unruhigen Gedanken abgelenkt, denn er war immer noch auf der Suche nach Unterlagen über Michael Mayer. Und das Suchen machte ihm Spaß, so vergaß er eine Weile Ulrike.

Ulrike verbrachte eine unruhige Nacht in einem Zimmer, das sehr spärlich eingerichtet war. Bett, Kleiderschrank, eine kleine Kommode, Stuhl und ein Tisch füllten den kleinen Raum aus. Zwei schiefsitzenden Türen - die eine abgeschlossen (sie war wohl das Tor zur Freiheit), die andere führte ins kleine, sehr schmutzige Bad – signalisierten der jungen Frau, dass sie sich in einem alten Haus befunden musste. Doch wo dieses Haus stand, davon hatte sie keine Ahnung. Ihr wurde noch im Auto eine Augenbinde umgebunden, und das Auto fuhr mit vier Personen in eine ihr ungewisse Zukunft. Gleich nach der Ankunft wurde sie mit der Binde und an beiden Armen gepackt ins Zimmer geschleift. Es roch im ganzen Haus modrig und nach verfaultem Holz, es war ihr sehr unangenehm. Das einzige, was einen guten Duft verbreitete, waren Kochdünste. Die Männer, die sie ins Zimmer „begleiteten“, setzten sie auf den Stuhl und nahmen ihr die Binde ab. Sie kannte die Männer nicht, und diese bemühten sich auch nicht, dass sie unerkannt blieben. Ulrike beschlich eine panikartige Angst, sie rechnete mit dem Schlimmsten. Es passte nichts zusammen: die unmaskierten Männer und das Nichtwissendürfen ihres Aufenthaltes. Einer der Männer stellte ihr ein warmes Essen auf den Tisch, ein Teller voll Gemüseeintopf.

„Iss und frag nix“, der Mann zeigte auf den Teller, gab seinem Begleiter ein Zeichen und schon waren sie draußen und schlossen die Tür ab.

Fast mechanisch nahm Ulrike den Suppenlöffel in die Hand und begann zu essen. Der Eintopf war zwar gut und sie sehr hungrig, dennoch legte sie nach kurz danach den Löffel wieder zur Seite und begann zu überlegen. Die gute Suppe und der Hunger waren ihr nun vollkommen einerlei ...

Michael Mayer verzweifelte in seiner Zelle. Sollte er zum zweiten Mal unschuldig als Mörder gerichtet werden?

Paul Gerber und Adem Drago saßen gemeinsam an einem Tisch und tauschten die neuesten Informationen aus, während Ulrike nach der ersten Nacht seit ihrer Entführung sich im Bad erfrischte, Michael Mayer versucht war, die ganze Wahrheit seinem Verteidiger mitzuteilen, George bei seinen Ermittlungen auf etwas Ungehöriges gestoßen war, und Robert seiner großen Liebe nachheulte.






- Wolf schrieb am 15.11.2006: -

Schon um acht Uhr, kurz nachdem der Pförtner den Haupteingang aufgesperrt hatte, drängten sich am Montag die ersten Menschen in das Gerichtsgebäude, eilten die Treppen hinauf, um sich sogleich vor die Tür des Verhandlungssaales Nr. 7 zu postieren. In kurzer Zeit bildete sich bereits eine Schlange, die ständig anwuchs. Einige unter den Wartenden stritten über ihren Standplatz und die Reihenfolge, draußen regnete es, guter Stimmung war kaum jemand, auch nicht die Gerichtsangestellten, die sich um den geordneten Ablauf zu kümmern hatten.

Eine halbe Stunde vor dem auf neun Uhr angesetzten Verhandlungstermin gab es Geräusche auf dem Gang, die Wartenden drehten die Köpfe. Zu Fünft kam das Gerichtspersonal heran, zwei Männer und drei Frauen. Der Richter war an seiner Robe leicht zu erkennen, somit mußte der zweite Mann der Schöffe sein. Unter den Wartenden wurden Überlegungen angestellt, welche der Frauen wohl die Schöffin sei; die anderen waren vielleicht Protokollführerinnen oder für andere Hilfsarbeiten zugeteilt. Danach wurde es, bis auf das Gemurmel in der Warteschlange, wieder ruhig auf dem Gerichtsflur. Schon machten sich erste Unmutsäußerungen breit, als endlich wieder von der Treppe Geräusche laut wurden. Zwei Wachtmeister führten den Angeklagten herbei, an einen der Grünröcke hatte man ihn mit einer Handschelle gefesselt. Eigentlich nicht praktisch, dachte Gottfried, der sich ganz kurzfristig zum Gerichtsbesuch entschlossen hatte, weil er für den Montag nun wirklich überhaupt nichts anderes an Beschäftigung für sich gefunden hatte, kein Baumarkt, der Rasen war auch kurz genug, eigentlich ist das eher unpraktisch, zwei Leute aneinander zu fesseln, noch dazu einen, der überhaupt nichts ausgefressen hat. Was ist, wenn einer von beiden mal, na ja, wenn einer mal aufs Klo muß? Außerdem, das Gehen, sie müssen eigentlich im Gleichschritt gehen, sonst kann´ s wehtun am Handgelenk, synchron müssen sie schon gehen, sonst hakt´s.

Hinter Adem Drago und seinen Begleitern tauchte noch ein weiterer Mann auf, der in einer verschossenen, abgewetzten Robe steckte, lang und hager, mit einer kühnen Nase, etwas zu groß für den eher kleinen Kopf. Das sei Staatsanwalt Heuriger, der habe den Prozeß am Freitag vertagen lassen, auf Montag verschieben lassen, ein ziemlich harter Knochen. Der kenne nur zwei Sorten von Menschen: diejenigen, die bereits in Gefängnissen steckten und solche, die es noch dorthin zu befördern gelte. Eine Zeugin, so seine Ankündigung am Freitag, wolle er dem Gericht präsentieren, die die Aussagen des Opfers bestätigen könnte. Wahrscheinlich sei das sein As, das er aus dem Ärmel ziehen will, mutmaßten einige.

Endlich öffneten sich die Einlaßtüren des Verhandlungssaales, und die Wartenden drängten tumultartig herein wie in ein Fußballstadion. Es dauerte eine geraume Zeit, bis endlich alle ihren Platz gefunden und sich für die Verhandlung eingerichtet hatten. Nach wenigen Minuten erschien schließlich der Richter aus einer rückwärtigen Tür, gefolgt von den Schöffen und den beiden Frauen, die nun einen schwarzen Kittel trugen. Alle im Saal standen auf. Der Angeklagte machte keine Anstalten hierzu, doch die Wachtmeister zogen ihn mit in die Höhe.

Gottfried schaute auf seine Uhr, als der Richter seinen Kopf von den Akten hochnahm, die er zuvor noch einmal fahrig auf dem breiten, fast die gesamte Raumbreite ausfüllenden Tisch hin- und hergeschoben hatte und den Blick über den Saal und die Anwesenden schweifen ließ, die inzwischen wieder auf ihre Stühle gesunken waren. Die Uhr zeigte zwanzig Minuten nach neun. Nicht mal hier sind sie pünktlich, dachte Gottfried. Der Richter schaute nach rechts und links an seinem Tisch, beugte sich dann zum Mikrofon, das den Gerichtsflur beschallte.
„Hiermit wird das Verfahren in der Strafsache Michael Mayer fortgesetzt.........“, dozierte er langsam und bedächtig, buchstabierte das Aktenzeichen herunter, stellte fest, daß alle Formalitäten eingehalten und erfüllt und die verfahrensrelevanten Personen vollzählig anwesend und sämtlich nicht miteinander verwandt oder verschwägert seien. „Auch die Verteidigung ist anwesend“, stellte er mit einem Seitenblick auf den kleinen, quirligen Mann fest, der als letzter, außer Atem, den Saal betreten hatte und nun in seiner großen, kofferähnlichen Tasche zu kramen begonnen hatte.
„Nun“, begann der Richter schließlich und lehnte sich fast behaglich zurück in seinen Sessel, „nun, Herr Staatsanwalt, wo haben Sie denn Ihre Zeugin, die Sie uns am Freitag in Aussicht stellten? Lassen Sie uns nicht vor Neugier umkommen. Wo ist sie?“









- Stefanie schrieb am 17.11.2006: -

Der Staatsanwalt stockte etwas und sein Blick fiel ärgerlich auf Adem Drago, welcher in sich zusammengefallen war und teilnahmslos zu Boden stierte.
»Meine Zeugin ist leider nicht aufzutreiben und ich weiß auch nicht wo.....« In diesem Augenblick krachte die Tür zum Gerichtssaal an die Wand und fiel fast aus den Angeln, als eine völlig verstörte Frau den Raum betrat. Schreiend lief sie durch den kleinen Gang, bis sie M.M. erblickte.
»DER DA! Der da!« rief sie laut und ihre Hände zitterten »Er war es! Er hat Drago ermorden wollen! Dieses Schwein!« Dann lehnte sie an eine der Brüstungen und atmete nur aufgeregt ein und aus.
Die Menschen in Saal tuschelten. Manche zeigten mit dem Finger auf M.M., andere machten ihrem Unmut Luft und so erfüllte ein undurchdringliches Raunen den Saal. Der Richter stand auf und schlug mit dem Holzhammer energisch auf den Tisch. »RUHE! RUHE! Sonst lasse ich den Saal räumen!....Bitte...« forderte er die Gerichtsdiener im Saal auf. »Führen sie die Dame zu mir!«
Die zwei Helfer taten was man ihnen aufgetragen hatte und brachten die Frau zum Richter nach vorne. Immer wieder war laute Angst in ihren Augen zu sehen und ihr Blick wechselte von Drago zu M.M.. Sie war sichtlich aufgeregt, doch man konnte nicht erkennen vor wem sie sich mehr fürchtete. Vor M.M. oder vor Drago.
Dann als nur noch der Richterpult vor ihr war und die Menschen sich wieder beruhigt hatten, fragte der Richter »Nun, wollen sie sich vielleicht erst einmal vorstellen?«
»Es ist meine Zeugin, Herr Richter!! Meine Zeugin!« rief der Staatsanwalt und fiel beinahe über seine Aktentasche, als er hinter seinem Tisch hervor trat und zum Richter nach vorne stolperte. »Frau Susanne Keller....« er blätterte in seinen Akten »Frau Susanne Keller, geboren am 12.09.1980. Sie gehört zu dem Bedienungspersonal der Kneipe in der sich Herr Drago und Herr Mayer getroffen haben.«
Der Richter hob die Brauen und lehnte sich weit nach vorne. »Frau Keller, bitte treten sie in den Zeugenstand....Sie wissen, dass sie hier bei Gericht die Wahrheit und nichts als die Wahrheit sagen dürfen, da sie sich sonst eines Vergehens schuldig machen!«
Die Frau schaute sich nochmals nach Drago und nach M.M. um, dann krallte sie sich an den Tisch des Richters und stammelte »Ich habe es gesehen. Der Mayer hat Adem verführt. Er hat ihn mit sich genommen und dann.....« Sie begann zu schluchzen »...dann hat er ihn mit zu diesen schrecklichen Ritualen genommen!...Sie legen die Menschen auf einen Tisch und dann.....dann schlitzen sie ihnen über die Haut....ja, ja sie schlitzen sie auf wie Tiere! – Mayer gehört auch zu den Obersten. Er besorgt immer wieder neue Opfer für die grausamen Rituale!« Dann brach sie zusammen und lag weinend vor dem Tisch des Richters und wieder quollen die Stimmen laut aus dem Publikum.
Die Gerichtdiener hoben die Frau an und geleiteten sie zu einem der Stühle. Der Richter schlug sehr energisch auf den Tisch. »RUHE!! RUHE IM SAAL!«
Dann ließ er sich wieder auf seine Stuhl plumpsen. »Frau Keller!« sagte er nun sehr laut »Kann ich sie nun etwas fragen, oder brauchen sie eine Ruhezeit, dann bringen sie nämlich die Helfer in einen anderen Raum und wir werden sie zu einem anderen Zeitpunkt wieder aufrufen.«
Doch Susanne Keller schüttelte den Kopf, wobei sie immer wieder zu Drago schielte, der nun nicht mehr teilnahmslos zu Boden blickte, sondern wie gefesselt an Susannes Lippen klebte. Seine Finger zuppelten nervös an seinem Hemd und kleine Schweißtropfen traten ihm auf die Stirn.
»Nun gut!« donnerte der Richter und Susanne schreckte zusammen »Fahren wir fort. Ihre Zeugin Herr Staatsanwalt!« Der Richter lehnte sich entspannt zurück und war gespannt was er nun wohl hören würde.

Der Staatsanwalt trat neben Frau Keller und schlug die vielen Blätter in seiner Hand auf »Frau Keller...Ist es richtig, dass sie Augenzeugin waren, als der Angeklagte, Herrn Drago, für sie, unbekannte Tropfen in ein Glas geschüttet hat, worauf Herr Drago in einen dämmernden Zustand fiel?«
»Ja.« kam es sofort von Susanne Keller.
»Und sie haben auch gesehen wie sich der Angeklagte, Herrn Drago genähert hat und ihn unsittlich berührte?«
»Ja.«
»Des weiteren haben sie gesehen, wie der Angeklagte, Herrn Drago dazu bewegte ihm zu folgen?«
»Einspruch euer Ehren!« donnerte der Verteidiger von M.M. worauf er vom Stuhl aufsprang. »Das sind alles Dinge, die wir teilweise schon von Herrn Drago wissen und es gibt keinerlei Beweise, dass diese Tropfen von meinem Mandanten kamen. Außerdem wer sagt, dass Herr Drago ihm nicht aus freien Stücken gefolgt ist. Er selbst teilte es uns doch so mit. Er sei ihm dorthin gefolgt... und die Tropfen? Es ist nichts nachgewiesen, oder haben sie, Herr Staatsanwalt Beweise?«
Der Richter war von seiner entspannten Sitzposition in eine sehr interessierte Haltung gegangen.»Haben sie?« fragte der Richter den Staatsanwalt, welcher nur immer wieder unsicher in seinen Akten blätterte.
»Nein, da man ja den Inhalt leergetrunken hatte. Doch Frau Keller kann bezeugen, dass dies nicht das erste Mal war, dass sich der Angeklagte jemanden gefügig machte.«
Susanne Keller nickte schnell.
»Einspruch!!« sagte der Verteidiger trocken »Er hat keine Beweise und somit sollte man dies aus den Akten streichen!«
Der Richter nickte »Stattgegeben!«
Der Staatsanwalt fuhr fort »Frau Susanne Keller folgte den beiden in jene Villa und mischte sich unter die Leute. Dies hatte sie schon oft getan, weil ihre Lust nach jenen Ritualen stärker war, als ihr Wille davon fern zu bleiben. Sie beteiligte sich aber nie, sondern war nur fasziniert von jenem Schauspiel, dass sich die Menschen dort antaten.«
Der Richter räusperte sich »Bitte bleiben sie beim Thema.«
»Frau Keller kann bezeugen, dass der Angeklagte Herr Drago am nächsten Abend in der Bar aufsuchte, ihn auf die Toilette schleppte und ihn dort mit einem Messer bedrohte. Sie war den beiden gefolgt und kam dazu als er ihm das Messer an die Kehle hielt.« Er blickte zu Susanne, die nur wieder nickte und ein kleinlautes »Ja« von sich gab.
»Worauf sie fürchterlich schrie und der Angeklagte die Flucht ergriff. Doch er ließ es nicht auf sich beruhen, sondern drang noch in dieser nacht bei Adem Drago in seine Wohnung ein und stach ihn dort mit vielen Messerstichen fast zu Tode.«
»Einspruch, euer Ehren! Es ist nicht bewiesen, dass der Angeklagte in die Wohnung eingebrochen ist und es ist auch nicht bewiesen, dass er ihn zuerst angegriffen hat!«

Der Richter wollte gerade etwas sagen, als plötzlich jemand im Publikum aufsprang. Es war Georg, welcher ebenfalls im Gerichtssaal saß auf »Euer Ehren!...Verzeiht dass ich mich so einfach zu Wort melde, doch hier habe ich Akten, die etwas mehr Licht in dies Verfahren bringen werden!«
Der Richter wollte ihn schon zur Ordnung rufen, als er ihn aber doch nach vorne bat »Wer sind sie?«
»Ich...ich bin Georg und arbeite in einem Archiv...meine Kollegin, Ulrike Schäfer, sie kam zu mir und wollte die Unterlagen über Michael Mayer einsehen....doch sie ist seit gestern verschwunden und ich befürchte, dass man sie entführt hat, das ich dies Handy....« er zog Ulrikes handy aus seiner Tasche. »...ihr Handy vor meiner Tür gefunden habe.«
Der Richter bat ihn nach vorne zu kommen um seine Daten aufzunehmen. Dann nahm er die Akten und Blätter und sah sie durch....

Es dauerte eine ganze Weile, bis er dann endlich sagte »Nun, es liegen mir hier Unterlagen vor, die von einem Fall sind, welche ebenfalls Herrn Michael Mayer und Herrn Adem Drago betrafen. Es liegt schon einige Zeit zurück, doch es sind sehr aussagekräftige Daten.«
Im Saal wurde es nun sehr still. Der Staatsanwalt sah zu Georg und sprang auf.»Einspruch euer Ehren! Dieser Mann ist nicht zulässig! Seine Akten müssen erst geprüft werden.....«
»Abgelehnt, denn diese Unterlagen tragen den Stempel eines Gerichtes und ich werde sie zulassen, vielleicht bringt es uns wirklich Klarheit.«
Der Richter legte die Papier nebeneinander und fuhr über das erste Schreiben. »In diesen Schreiben steht, dass Herr Michael Mayer schon einmal vor Gericht stand. Damals ging es um Mord.« er schaute zu M.M. jedoch auch zu Drago. Beide schienen sich zu erinnern und beide hielten die Luft an. Der Richter fuhr fort. »Es ging um die Ermordung der Frau Marie Dolrucka, welche zum damaligen Zeitpunkt mit Michael Mayer leiert war...« er blätterte weiter »Man erklärte ihn zuerst für schuldig, doch aus Mangel an Beweisen ließ man die Anklage dann fallen. Die Tote war, bevor sie mit Herrn Mayer zusammen lebte, die Lebensgefährtin von Adem Drago, von dem sie sich aber getrennt hatte.....« der Richter schob die Seiten hin und her »....da sich Herr Adem Drago gewalttätig gegen sie gewendet hatte. Dies bezeugten einige der damaligen Hausbewohner. Maria Dolrucka zog bei Adem Drago aus und bei Michael Mayer ein. Schon kurze Zeit später fand man die Frau ermordet in Herrn Mayers Wohnung auf. Herr Mayer selbst alarmierte die Polizei, als er nach Hause kam und die Leiche in der Küche fand. Sie war mit vielen Messerstichen getötet worden.
Doch die Polizei nahm Herrn Mayer fest, da schon ein Anruf in der Polizeistation eingegangen war....« er schaute zu Drago »nämlich von ihnen Herr Drago.«

Im Saal wurde es so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können und der Staatsanwalt sah etwas ärgerlich zu Drago, da er dies nicht wusste. Adem Drago atmete fast nicht und sagte unschuldig »Er hatte sie getötet....er wollte sie am zurückgehen hindern. Sie wollte wieder zu mir zurück und er hat sie daran gehindert......« Seine Stimme hatte einen sehr monotonen, gleichgültigen Klang.
Unerwartet sprang nun der bisher recht ruhige Michael Mayer auf »DU HAST SIE AUF DEM GEWISSEN! Denn DU hast es nicht ertragen, dass sie sich mir zugewendet hat, nachdem du sie fast jeden Tag geschlagen hast und sie zu diesen...zu diesen abscheulichen Ritualen mitgenommen hast!« Michaels Verteidiger versuchte ihn zu beruhigen und bat ihn sich wieder zu setzen.
Der Richter sagte zu M.M. und dann zu Drago »Das heißt, sie waren schon früher bei einem dieser Rituale, Herr Drago?«
Drago stand der Schweiß auf der Stirn als, er es zugeben musste »Ja ich war schon früher bei diesen Leuten......« er sauste in die Höhe »Doch nur, weil mich dieser Mensch dort...« er zeigte auf M.M. mit hineingezogen hat!«
»Ich habe sie vor deinen Machenschaften gerettet und ich habe sie geliebt!«
»RUHE! RUHE! « rief der Richter und stand nun ebenfalls auf »Wenn sie sich nicht ordentlich zu Wort melden, so werde ich dafür sorgen, dass sie sich überhaupt nicht mehr melden! Das, gilt für beide!!«
Alle setzten sich wieder und schwiegen. Der Richter kramte die Papiere zusammen und sagte »Fest steht, dass es damals zu einem Freispruch kam und dass sie Adem Drago schon einmal diesen Ritualen beigewohnt haben. Dies haben sie uns jedoch verschwiegen und vorgetäuscht das erste Mal dort gewesen zu sein. Wie können sie uns das erklären? «
Drago wurde schwindelig und sein Gesicht begann zu glühen, doch auch Michael Mayer hatte Probleme ruhig sitzen zu bleiben.







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