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Aus der Welt der Literatur



2003-11-21
Die Stadt (Theodor Storm)

Wer kennt es nicht, wer lernte es nicht auswendig? Jenes Gedicht, durch das Storm seiner Heimatstadt und seinen Kindheitserinnerungen ein unvergleichliches poetisches Denkmal schuf.

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Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel ohn Unterlaß;
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
Am Strande weht das Gras.

Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
Du graue Stadt am Meer.



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