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Aus der Welt der Literatur



2009-02-24
Heinrich Heine („Sämtliche Gedichte“ / Insel Verlag / ISBN 3-458-33663-X)

Heinrich Heine (geb. 13. Dezember 1797 als Sohn jüdischer Eltern in Düsseldorf, gestorben 17. Februar 1856 in Paris, wo er auch begraben liegt) schrieb schier unglaublich viele Gedichte; die meisten von ihnen wurden bis heute kaum bekannt, fanden keinen Zugang zur großen Lesebühne. Gleichwohl sind zahlreiche Kleinode darunter. So auch diese wenigen Zeilen, die von Verlangen und Schmerz handeln, von Glückseligkeit und Weh, seit Menschengedenken das stete Spiel der Liebe. Und von der Vergeblichkeit mütterlichen Mahnens vor den Gefahren, die den Sohn ereilen, die sein Herz verzehren können.


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Die Lehre (Heinrich Heine)


Mutter zum Bienelein:
„Hüt dich vor Kerzenschein!“
Doch was die Mutter spricht,
Bienelein achtet nicht;

Schwirret ums Licht herum,
Schwirret mit Sum-sum-sum,
Hört nicht die Mutter schrein:
„Bienelein! Bienelein!“

Junges Blut, tolles Blut,
Treibt in die Flammenglut,
Treibt in die Flamm hinein, -
„Bienelein! Bienelein!“

´s flackert nun lichterrot,
Flamme gab Flammentod; -
Hüt dich vor Mägdelein,
Söhnelein! Söhnelein!



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