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Aus der Welt der Literatur



2005-04-12
Jetzt rede du! (Conrad Ferdinand Meyer)

Eins sein mit der Natur, ihrer Stimme lauschen. Stille Zuflucht suchen, die sie dem gewährt, der sich ihr mit Demut nähert.
Rückkehr an den geheimnisvollen Ort aus Kindertagen. Kaum etwas nimmt uns mehr ein als die Geräusche des Waldes, in dessen Wipfeln sich der Wind verfängt.

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Du warest mir ein täglich Wanderziel,
Viel lieber Wald, in dumpfen Jugendtagen,
Ich hatte dir geträumten Glücks so viel
Anzuvertraun, so wahren Schmerz zu klagen.

Und wieder such ich dich, du dunkler Hort,
Und deines Wipfelmeers gewaltig Rauschen -
Jetzt rede du! Ich lasse dir das Wort!
Verstummt ist Klag und Jubel. Ich will lauschen.



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