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Aus der Welt der Literatur



2005-02-25
Nur zwei Dinge (Gottfried Benn)

Düsteren Metaphern gleich, reiht Benn Wort an Wort in bedrückender, bedeutungsvoller Schwere, steigt in uns hinab bis auf den Grund der Seele.

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Durch soviel Formen geschritten,
durch Ich und Wir und Du,
doch alles blieb erlitten
durch die ewige Frage: wozu ?

Das ist eine Kinderfrage.
Dir wurde erst spät bewußt,
es gibt nur eines: ertrage -- ob Sinn,
ob Sucht, ob Sage -- dein fernbestimmtes: Du mußt.

Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere,
was alles erblühte, verblich,
es gibt nur zwei Dinge: die Leere
und das gezeichnete Ich.



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