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nads, 18.03.2012
Aber da ist niemand -

Keine Energie, kein Antrieb. Keine Lust.
Wohin mit mir, wohin mit meinen Gedanken – wohin ist meine Kraft entschwunden?
Sie hängt am Galgen der Verlassenheit.
Im Gefängnis der Vergessenheit.

Du hast die Wahl – so reden sie.
Aber die habe ich nicht. Hatte ich nicht, nie.

So warte ich auf irgendetwas, auf Geschehnisse – auf Neues.
Ich friere. Ich erfriere in mir selbst.

Kann es sein, dass ich allein bin?

Die ganzen lachenden Gesichter gehören nicht zu mir.
Jegliche Zielrichtung ist mir fremd. Verloren gegangen.
Keine Erinnerung. Kein Mut.

Zitternd sträubt sich ein welkes Blatt gegen den sanften Wind.
Dennoch wird es fallen – dennoch wird es scheitern.
Die letzte Kraft wird nicht reichen.
Aber es wird Frühling.

Das ist der Kreis des Lebens, der einzige Kreislauf ohne Ausnahme.
Er wird mich holen – auch dich. Und jedes Leben dieser grauen Welt.
Jeden ach so liebreizenden Schmetterling, jede noch so schön duftende Blume.
Jedes Gefühl, jedes Rauschen. Jede Regung findet ein Ende.

Ich rufe nach Hilfe – ich suche nach Halt.
Aber da ist niemand. Niemand der uns retten könnte.




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