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14.06.2005 Finale Lyrik

„betasten die hände, / sie: nesteln, gefiedert, vom / brustkorb ab flechten sich / tiefer ins: schilf schlucken: licht, / gurgeln, dunkel ja, dämmrig / sie: stricken kielwärts ja kehlwärts / sich: hohlräume, mulden aus / halmen aus fingern aus“ (*)

Der Rezensent – in der „Zeitung für Deutschland“ – läßt den Feuilletoninteressierten von diesem „perfekt gestalteten Buch“ wissen, entführt ihn in Randgebiete der menschlichen Anatomie („In genau konturierten Rhythmen und Atempausen beginnt dem langsamen Leser die deutsche Sprache aufs neue zu sprechen.“) und weist am Ende auf das - nicht mehr und nicht weniger - „epochale Meisterwerk“ hin, das uns „Geist als Verwandlung von Atem und Stimme“ zum ersten Mal „als Grund unseres Bewußtseins erfahrbar“ macht.

Finale Lyrik, die in der Tat atemlos macht; wer wollte es nun wagen, sich danach weiterhin an ihr zu versuchen.

(*) Aus „münden – entzüngeln“ (Anja Utler, Gedichte, Verlag Hammerbacher, Wien)


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