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16.05.2015 Feuilletonisten ..... xte Folge ...

„Kurios!“. So überschreibt ein Feuilletonist (Peter Körte) der nicht unbedeutenden Wochenzeitung „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ seine ziemlich lange Randspalte. Und regt sich unglaublich darüber auf, daß anläßlich der Vergabe des diesjährigen Deutschen Filmpreises keiner seiner persönlichen Favoriten zum „Besten Film“ gekürt, ja, nicht mal mit dem Lorbeer „Beste Regie“ oder „Bestes Drehbuch“ bekränzt wurde.

Wieso hier auf einmal Film und nicht Buch? Weil es in diesem Zusammenhang keine Unterschiede gibt; ob Film oder Buch, ob Bild, Skulptur oder Musik, da ist nichts, was es als „Bestes“ oder „Beste“ einzuklassifizieren gäbe. Wenn einer am schnellsten läuft, am höchsten springt, am schnellsten schwimmt, dann ist er – meßbar – der Beste. Bei Büchern, bei Filmen, bei der Kunst schlechthin läßt sich nichts messen, nichts mit der Stoppuhr stoppen. Nur die Meinung einer Jury einholen, die zumeist nach kaum durchschaubaren Kriterien zusammengesetzt wird und sich für irgendein Werk entscheidet, bei dem sie die Stirn hat, es als „Bestes“ herauszustellen. Die nächste, anders besetzte Jury würde mit Sicherheit einen anderen Spitzenreiter ausrufen.

Peter Körte und Co. werden das wohl nie lernen, nie begreifen, wollen das vermutlich auch gar nicht. Und erst recht keine anonymisierten Texte und Takte, Bilder und Skulpturen bewerten und begutachten …. der wahre, der ultimative Albtraum für jene selbsternannten Experten. Blindverkostung nennt man das bei Weinproben, und deren überraschende Ergebnisse sind sattsam bekannt.



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