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29.06.2009 Literatur via Deutungsmonopol

Charles Wilp riß seinerzeit ein Telefon samt Schnur aus der Wand, hüllte es in durchsichtige Folie und erklärte das ganze kategorisch zum Kunstwerk. Bei ihm wußte man nie, ob er es tatsächlich ernst meinte oder die Kunstgemeinde, die an seinen Lippen hing, auf dem Arm nehmen wollte.

Bei den Büchermachern läuft das im Grunde heute immer noch so ähnlich ab, jedenfalls in weiten Teilen der Belletristik, vornehmlich bei den uns als „Junge deutsche Literatur“ vorgesetzten Druckerzeugnissen oder jenen, die als „Fräuleinwunderliteratur“ daherkommen; anstelle der Folie müssen nun Buchdeckel herhalten. Mit einem Unterschied, einem entscheidenden allerdings: Sie glauben wirklich daran, daß sie Kunst, daß sie Literatur unter die Leute bringen.




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