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Buch des Monats


Hier stellen wir Ihnen "Das Buch des Monats" vor. Die Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, sie orientiert sich auch nicht an den gängigen Publikationen über die aktuelle literarische Szene, sondern spiegelt einzig und allein die subjektive Meinung und das Literaturverständnis der Redaktion wider.

Wir werden uns zwar immer alle erdenkliche Mühe bei unserer Auswahl geben. Gleichwohl können wir nicht ausschließen, daß unser ausgesuchtes Buch des Monats nicht immer ungeteilten Beifall findet. Doch dieses Risiko wollen wir in Kauf nehmen.




Das Buch des Monats Juni 2009
Titel: Wozu wollen Sie das wissen?
Autor(en): Alice Munro
Verlag: S. Fischer (381 S., € 19,90)
ISBN-Nr.: 3-10048-827-5

Alice Munro (mit richtigem Namen als Alice Ann Laidlaw 1931 im kanadischen Wingham geboren) wird von vielen als die fähigste Gegenwarts-Autorin bezeichnet, die Kanada seit geraumer Zeit aufzubieten hat. Dabei schreibt sie ausnahmslos Erzählungen, sogenannte Short Stories, bekennt sich leidenschaftlich zu diesem Literatur-Genre, nachdem sie sich nach eigenen Angaben mit Romanversuchen herumquälte und schließlich erkannte, daß Erzählungen, daß Kurzgeschichten ihre eigentliche Passion darstellen. Und darin brachte sie es zu weltweiter Anerkennung, gilt vielen Nachwuchsautoren, namentlich aus Deutschland, als Vorbild, nach dem man sich ausrichtet oder es doch zumindest versucht. Wiederholt wurde sie mit dem Literatur-Nobelpreis in Verbindung gebracht, der ihr zum Unverständnis vieler Beobachter bislang jedoch versagt blieb.

Inzwischen sind elf Erzählbände auf dem Markt. Das handelnde Personal ist in den wesentlichen Rollen weiblich, die Plätze der Geschehnisse sind unschwer in der Heimat der Autorin zu verorten, eine eingestandene Hommage an die Landschaft und die Menschen Ontarios. Unübersehbar tragen die Geschichten in mehr oder weniger dosierten Portionen autobiographische Züge. „In der Anlage autobiographisch, nicht aber in den Details“, sagte Munro selbst einmal über ihre ersten Arbeiten, doch dieses Element prägt mehr oder weniger auch ihre nachfolgenden Texte.

Was sie beschreibt, an was sie den Leser teilhaben läßt, ist im Grunde nichts Außergewöhnliches, ist nichts, was sich nicht in vielen Leben so oder so ähnlich zutragen könnte. Ihre eigentümliche Erzählform ist es, die aus einfachen Ereignissen besondere macht, die einnimmt und mitnimmt, die auch den Unterschied ausmacht zu denen, die ihr nacheifern und es ihr gleichzutun versuchen.





Hinweis:
Vorherige "Bücher des Monats" können Sie weiterhin in unserem Archiv einsehen.




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