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Buch des Monats


Hier stellen wir Ihnen "Das Buch des Monats" vor. Die Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, sie orientiert sich auch nicht an den gängigen Publikationen über die aktuelle literarische Szene, sondern spiegelt einzig und allein die subjektive Meinung und das Literaturverständnis der Redaktion wider.

Wir werden uns zwar immer alle erdenkliche Mühe bei unserer Auswahl geben. Gleichwohl können wir nicht ausschließen, daß unser ausgesuchtes Buch des Monats nicht immer ungeteilten Beifall findet. Doch dieses Risiko wollen wir in Kauf nehmen.




Das Buch des Monats April 2009
Titel: Ich hielt meinen Schatten für einen anderen und grüßte
Autor(en): Kurt Drawert
Verlag: C. H. Beck, München (317 Seiten, € 19,90)
ISBN-Nr.: 3-406-57688-1

Das rechte Buch zur rechten Zeit. Einer Zeit, in der bereits die Legenden und Mythen über die untergegangene DDR nur so ins Kraut schießen.

Nach Uwe Tellkamp hat nun der Lyriker und Essayist Kurt Drawert die Bewältigung und Verarbeitung seiner höchstpersönlichen Lebenszeit im bis 1989 selbständigen zweiten deutschen Staat niedergeschrieben. Drawert gestaltet seinen fiktiven Roman als unmißverständliche, unversöhnliche Abrechnung mit dem System, läßt nicht den geringsten Raum für die neuerdings verstärkt einsetzenden Banalisierungen, Beschönigungen und Beschwichtigungen dessen, was vier Jahrzehnte lang jenseits von Mauer und Stacheldraht geschah.
Um so zu schreiben, wie Drawert es tut, müssen die davongetragenen Verletzungen unerträglich, die erlittenen Verwundungen nicht mehr heilbar sein.

In der Rezension der „FAZ“ hieß es hierzu u. a.: „......Kurt Drawert hat eine bitterböse Parabel auf die DDR, einen Schlüsselroman zur eigenen Selbstwerdung und eine Diagnose der inneren Obdachlosigkeit ihrer damaligen Bürger geschrieben. Es ist eine der rücksichtslosesten literarischen Abrechnungen mit dem Regime des subtilen Terrors geworden. .........“


Hinweis:
Vorherige "Bücher des Monats" können Sie weiterhin in unserem Archiv einsehen.




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