Die faszinierende Welt des Wortes
Aus der Welt der Literatur
Ihr Text
Ihre Favoriten
Top-Ten der Belletristik
Buch des Monats
Kontakt
Links
Autoren-Werkstatt
Kritikus
In eigener Sache
Login



Buch des Monats


Hier stellen wir Ihnen "Das Buch des Monats" vor. Die Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, sie orientiert sich auch nicht an den gängigen Publikationen über die aktuelle literarische Szene, sondern spiegelt einzig und allein die subjektive Meinung und das Literaturverständnis der Redaktion wider.

Wir werden uns zwar immer alle erdenkliche Mühe bei unserer Auswahl geben. Gleichwohl können wir nicht ausschließen, daß unser ausgesuchtes Buch des Monats nicht immer ungeteilten Beifall findet. Doch dieses Risiko wollen wir in Kauf nehmen.




Das Buch des Monats Mai 2013
Titel: John Marr und andere Matrosen
Autor(en): Herman Melville
Verlag: Mareverlag (184 Seiten / € 24,00)
ISBN-Nr.: 3866481497

Von Beginn an schrieb Herman Melville eine Reihe erfolgreicher Seeromane, wie „Omu“, „Redburn“ oder auch „Taipi“ und „Mardi“, nicht zu vergessen „Weißjacke“. 1851 kam dann „Moby Dick“ heraus, und danach wurde es, was heute kaum nachzuvollziehen ist, bald still um ihn, und selbst der Ruhm um dieses Werk verblaßte nach einigen Jahren. Ihm erging es wie vielen anderen Autoren in der langen Geschichte der Literatur: Die wahre Bedeutung seines Buches wurde zunächst verkannt und erst etliche Jahre nach seinem Tode in seiner ganzen Größe eingeordnet und gewürdigt.

Einen Text von vergleichbarer Qualität brachte Melville in der Folge nicht mehr zustande. Er gab die Schriftstellerei mehr oder weniger auf, weil sie ihn nicht mehr ernähren konnte und wechselte wieder in einen bürgerlichen Beruf hinüber, verdingte sich als Zollinspektor. Drei Jahre vor seinem Tod brachte er „John Marr und andere Matrosen“ heraus (1888); er verlegte den Text selbst – so hieß es seinerzeit – in einer Auflage von 25 Exemplaren, die er privat an Bekannte und ein paar andere ausgesuchte Leute verteilte.

Melville fuhr selbst mal eine zeitlang zur See, heuerte auch für kurze Zeit auf einem Walfänger an. Der Bezug zur See, zum Meer ließ ihn zeitlebens nicht los. Das harte, entbehrungsreiche und mitunter sehr gefährliche Dasein der Seeleute inspirierte ihn immer und zieht sich im Grunde durch sein gesamtes Schaffen. Mit der Gedichte- und Balladensammlung, den Skizzen und Prosaanreicherungen um „John Marr und andere Matrosen“ setzte er ihnen ein letztes literarisches Denkmal.




Hinweis:
Vorherige "Bücher des Monats" können Sie weiterhin in unserem Archiv einsehen.




Impressum