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Buch des Monats


Hier stellen wir Ihnen "Das Buch des Monats" vor. Die Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, sie orientiert sich auch nicht an den gängigen Publikationen über die aktuelle literarische Szene, sondern spiegelt einzig und allein die subjektive Meinung und das Literaturverständnis der Redaktion wider.

Wir werden uns zwar immer alle erdenkliche Mühe bei unserer Auswahl geben. Gleichwohl können wir nicht ausschließen, daß unser ausgesuchtes Buch des Monats nicht immer ungeteilten Beifall findet. Doch dieses Risiko wollen wir in Kauf nehmen.




Das Buch des Monats Oktober 2012
Titel: Die Kugel und das Opium
Autor(en): Liao Yiwu
Verlag: S. Fischer (430 Seiten, € 24,99)
ISBN-Nr.: 3-10-044815-6

Anstelle der gewohnten Prosa oder Lyrik dieses Mal - wenn man so will - ein Sachbuch. Ein Sachbuch über Horror und Terror, ein Buch über Willkür und Demütigung, ein Dokument staatlicher Niedertracht und Drangsalierung. Und das Buch eines zerbrechlich wirkenden, unscheinbaren Mannes, der - kaum den Fängen seiner Peiniger entkommen - sich erneut mit den Regierenden des bevölkerungsreichsten Landes der Erde anlegt und mit leiser Stimme vor den Augen und Ohren der Welt das Auseinanderbrechen, den Untergang des Riesenreichs China fordert und vorhersagt. Ein wahrhaft mutiger, tapferer Mann. Seine Bücher sind in seinem Heimatland längst verboten, schon die Nennung seines Namens wird bestraft.

1989 schuf er in Vorahnung der brutalen staatlichen Übergriffe auf dem „Platz des himmlischen Friedens“ in Peking am Vortag des schrecklichen Geschehens ein Gedicht, das er „Massaker“ überschrieb und nicht zuletzt dessentwegen er bald darauf verhaftet und vier Jahre inhaftiert wurde. Nach seiner Haftentlassung gelang ihm 2011 die Flucht in den Westen, nach Deutschland.

Am 14. Oktober 2012 wurde er - neben vielen anderen bereits erfahrenen internationalen Ehrungen - in der Frankfurter Paulskirche mit dem „Friedenspreis des deutschen Buchhandels“ ausgezeichnet.



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Ein weiteres Buch von Liao Yiwu verdient nicht weniger Aufmerksamkeit als das oben vorgestellte:

"Für ein Lied und hundert Lieder". Ein Zeugenbericht aus chinesischen Gefängnissen. (S. Fischer Verlag), 592 Seiten, € 24,95)

Hinweis:
Vorherige "Bücher des Monats" können Sie weiterhin in unserem Archiv einsehen.




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